ÖFB-Cup: Schlusspfiff für die Bullen im Semifinale

04.03.2026

C Red Bull Salzburg gegen SCR Altach (c) Andreas Schaad FC Red Bull Salzburg
FC Red Bull Salzburg gegen SCR Altach

Als „bittere Pille“ bezeichnete es der Pressesprecher der Roten Bullen in seinem Eingangsstatement zur Eröffnung der obligaten Fragenrunde nach dem Cup-Aus im Media-Center der Bullen-Arena. Die Schockstarre über das überraschende Ausscheiden im Cup war ihm und Coach Daniel Beichler sichtlich ins Gesicht geschrieben. Die Clubführung sprachlos im Stiegenhaus an der Wand lehnend, Spieler in der Flashzone die mit den Tränen kämpfen. Pfiffe von den Rängen gegen die eigene Mannschaft, obwohl ohnedies nur 5.720 Fans in die Bullen Arena gekommen waren. Bereinigt man die Zuschauerzahl um die mitgereisten Altach-Fans, waren es ohnedies nur etwas mehr als 5.300 Bullen-Fans die das Match live vor Ort sehen wollten.

Eine Frust-Stimmung nach dem  Cup-Aus, wie es selbst die längstgedienten Journalisten noch selten in dieser Form in der Bullen Arena miterlebt haben. Es wird schon eines gehörigen Reparatur-Sets bedürfen, dass sich die Truppe in der bevorstehenden Meisterschaftsrunde auswärts bei Rapid am Sonntag wieder aufrichten kann. Dann vielleicht, um wie  Phönix aus der Asche“ zu steigen – so die Idealvorstellung. Das sieht auch Daniel Beichler (Salzburg-Trainer) so: „Es braucht jetzt einen psychologischen Faktor, um die Mannschaft wieder aufzubauen.“

Gespannt darf man allerdings sein, wie lange man in Fuschl noch mit dem „Paternoster“-Fußball des einstigen Serienmeisters Geduld zeigt. Freilich ist es ein Jammern auf hohem Niveau, stehen die Bullen doch in der Meisterschaft an der Tabellenspitze und der Liga-Titel ist machbar. Doch der Fan in Salzburg ist verwöhnt, die Erfolgslatte hat sich der Konzern des Getränkeriesens selbst so hoch gelegt. Denn wo Red Bull ist, da ist vorne – so ist man das jedenfalls gewöhnt.

Während die Bullen also Wunden lecken, haben die Vorarlberger – um es im ESC-Latein zu benennen - den Tanzschein gelöst.

Altach feiert und das höchst verdient. Der Treffer von Lukas Jäger hat Altach den Einzug ins ÖFB-Cup Finale am 1. Mai in Klagenfurt beschert. Ein Tor für die Vorarlberger Geschichtsbücher, ist es doch das erste Finale für die Altacher.

Altach-Trainer Ognjen Zaric steht damit auch im sechsten Spiel seiner Amtszeit noch ohne Niederlage da und bilanziert: „Eine Riesenfreude, historisch. Ich bin mega, mega stolz auf die Mannschaft, vor allem über die Art und Weise, wie sie gespielt hat. Das Einzige, was ich bemängeln kann, ist die mangelnde Chancenverwertung.“

  

FC Red Bull Salzburg – SCR Altach 0:1 (0:1)
Red Bull Arena
Zuschauer: 5.720
SR Altmann
Tor: Jäger (45.+2) 

Salzburg: Schlager – Terzic (73. Bischoff), Gadou, Schuster, Krätzig – Bidstrup, Diabate (73. Onisiwo) – Redzic, Yeo (62. Lukic), Alajbegovic – Konate (62. Baidoo)

Altach: Stojanovic – Milojevic, Zech, Jäger – Ingolitsch, Demaku, Bähre, Ouedraogo – Massombo (85. Gorgon), Greil (76. Yalcin) – Diawara (66. Hrstic) 

Gelbe Karten: Bidstrup, Schlager bzw. Ouedraogo, Demaku, Yalcin, Gorgon

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